VERDADERO (wahrhaftig)

VERDADERO (wahrhaftig)

Sechs Monate bei Aynimundo.

Bericht von Fabienne Büchel
 

Seit drei Wochen bin ich nun schon in Lima, wie die Zeit vergeht! Langsam komme ich mit der riesen Stadt, dem immensen Verkehr, den vielen Leuten und der doch ein bisschen anderen Kultur zu Recht.

Seit gut zwei Wochen arbeite ich als Voluntärin für Aynimundo. Von Anfang an hat mich das kleine Team super aufgenommen und  ist auf meine vielen Fragen geduldig eingegangen. Da ich ausgebildete Oberstufenlehrerin bin, mit Schwerpunkt Mathematik und Englisch, liegt es nahe, dass ich bei Aynimundo im Projekt „Bildung“ tätig bin. Zunächst besuchte ich mit dem Team die verschiedenen Schulen in den Stadtteilen „San Juan de Miraflores“ und „Villa Maria del Triunfo“. Vor den Besuchen war ich natürlich ein bisschen nervös, da ich ja nicht wusste, was mich dort erwartet. Die erste Schule, welche wir besuchten, war „Ramiro Prialé Prialé“. Wie die meisten Schulen hier in Peru, ist auch diese Schule durch eine Mauer von der Aussenwelt abgetrennt und wirkt deshalb von aussen gesehen nicht freundlich. Im Innern ändert sich dieses Bild dann aber schnell. Dank Aynimundo verfügt diese Schule über grüne Flächen, welche in dieser kargen Umgebung wie Oasen wirken. Wir besuchten die meisten Primarklassen und in jedem Zimmer wurden wir von strahlenden Kinderaugen begrüsst. Einzelne sprangen sogar auf und gaben uns ein Küsschen auf die Backe, so etwas ist mir noch in keiner Schule in der Schweiz passiert, ein Zeichen der Herzlichkeit dieser Menschen hier in Lima. Während den folgenden Tagen haben wir dann auch noch die anderen zwei Schulen besucht und auch dort wurden wir sehr herzlich empfangen. An zwei Nachmittagen durfte ich dann an einer Lehrerweiterbildung zum Thema „aulas democraticas“ teilnehmen - das Schulentwicklungsprogramm von Aynimundo. Für mich war es sehr spannend zu sehen mit wie viel Interesse und Bereitschaft Neues zu lernen die Lehrer an diesem Kurs teilnahmen. Ausserdem durfte ich das Team an eine Infoveranstaltung für Eltern begleiten.

Da ich während dem nächsten halben Jahr hauptsächlich mit Mathematiklehrern arbeite, werde ich während den folgenden zwei Wochen diesen Unterricht in den drei Schulen besuchen. Darauf freue ich mich schon sehr lange. Es ist immer wieder spannend in andere Schulzimmer reinzuschauen und mit den Lehrern Wissen auszutauschen, insbesondere wenn sich die Schulen in einem fernen Land wie Peru befinden.

Kurz gesagt, mir gefällt es super hier in Lima, auch wenn das Wetter ein bisschen besser sein könnte, und ich freue mich auf ein spannendes halbes Jahr.