schulentwicklung

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Aynimundo arbeitet seit 2008 in staatlichen Schulen, inzwischen sind es drei. Alle haben ursprünglich um Unterstützung für die Lehrer gebeten. Daraus wurde ein praxisbezogenes Programm welches direkt im Unterricht in den Klassen stattfindet.

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Die Klassenlehrer lernen dabei neue Praktiken. Diese sind künstlerisch und berücksichtigen moderne Lernmethoden. Mit kreativen Projekten (Musik, Puppentheater, Malen, Geschichten erzählen, Modellieren etc.) wird emotionale Intelligenz gefördert und es werden permanent anstehende Probleme, soziale Nöte und Ängste, aufgearbeitet.

Die Förderlehrer von Aynimundo arbeiten zweimal wöchentlich in den Klassen im Beisein ihrer Lehrerinnen.

In der Primarschule geht  es vor allem darum, mit Hilfe von Geschichten oder gemeinschaftlichen Aktivitäten, wie malen, modellieren, basteln, soziale und manuelle Fähigkeiten zu erlernen. Die Lektionen sind die Highlights der Woche, sowohl für die Kinder, als auch für die Lehrerinnen. Sie helfen einerseits Lernstress abbauen und öffnen andrerseits Möglichkeiten heikle Themen, wie familiäre Gewalt, Missbrauch, Kinderrechte, Umweltschutz u.a.m. zu thematisieren.

Während zwei Jahren wurden auch Projekte in der Sekundarstufe durchgeführt. 2008 organisierten die Schüler einen Berufsorientierungs- Tag mit Infoständen von Bildungsinstituten, Spitälern, IT-Firmen, Handwerksbetrieben etc.

2009 gestaltete die ganze Schule einen Umwelttag , jede Klasse legte ein Mini-Gärtchen an, der Pausenhof bekam neues Grün, einzelne Bäume bekamen Schutzschilder und Paten etc.

Für engagierte Schüler gab es Stipendien als Brücke zur Berufswelt.  Diese Intervention in der Sekundarstufe wurde nicht weitergeführt, weil die Basis dazu fehlte. Wir konzentrieren uns heute auf die unteren Klassen und erreichen damit einen soliden Aufbau.

 

Weiterbildung für Lehrer:

Lehrer zu sein in einem Armenviertel bedeutet, es nicht weit gebracht zu haben. Der Lohn ist miserabel und das Ansehen nicht viel besser.

Ausserdem erleben viele in ihrem persönlichen Umfeld heute noch täglich Gewalt und/oder hatten eine schwierige Jugend.

Das gängige Schulsystem basiert auf Disziplin welche, mit Druck und Drill autoritär praktiziert wird. Körperstrafen sind an der Tagesordnung.

Zwei öffentliche Schulen haben Aynimundo um Hilfe gebeten. Daraus ist ein 4 jähriges Programm geworden .

Es beinhaltet praktische Lehrerweiterbildung in Modulen. Dazu lädt Aynimundo jeweils auch Fachpersonen ein. Zum Thema Gewalt in Familie und Schule z.B. Psychologen, Juristen, Polizeivertreter.

 

Drei Schwerpunkte:

„Learning by doing“. Klassenlehrer erhalten Unterstützung unserer Förderlehrer und erarbeiten gemeinsam mit den Kinder Projekte. So entstanden z.B. Puppenspiele, Theater und Geschichten.

„Learning by playing“. Eine Mitarbeiterin von Aynimundo in Belgien (Logopädin) macht ein ganz spezielles Angebot. Sie entwickelt Lernspiele für Mathematik, welche sich in Europa grosser Beliebtheit erfreuen. Sie bringt ihr Wissen und das Material jährlich nach Peru und schult die Lehrkräfte in den Schulen.

„Learning by creating“. Auch die ärmsten Schulen haben ein kleines Budget zur Verbesserung der Infrastruktur. Üblicherweise wird damit ein weiterer Fussballplatz betoniert. Durch den Einfluss von Aynimundo entstehen kreative Ideen und Mut zur Umsetzung: In einer Schule ist ein "Parque tematico" (Spielplatz) am Entstehen, der Mathematikpavillon steht bereits.

Dank der Vermittlerrolle von Aynimundo findet echte Schulentwicklung statt!

Lehrkräfte blühen auf, schwache Direktoren fühlen sich gestärkt, Elternvertreter bringen sich vermehrt ein und das Klima in den Schulen verbessert sich merklich.

(Siehe auch Projekt "Aulas democraticas")