gegen gewalt in schulen

gegen gewalt in schulen

Die Not

In vielen Schulen - und ganz besonders in Armenvierteln - herrscht enorme Gewalt zwischen Schülern. Viele Kinder sind verwahrlost und leben in der Freizeit in Banden die sich gegenseitig brutal bekämpfen. Ihre Idole sind die Superhelden aus TV und Internet, Horrorfilme und Sciencefiction besetzen ihre Kinderseelen. Gewinnt man das Vertrauen dieser Kinder, so erzählen sie von grossen Ängsten. Das Lernen fällt ihnen schwer, sie sind unkonzentriert und aggressiv und ihre Leistungen sind schwach.

 

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In solcher Umgebung leben Kinder und Jugendliche

 

Kinder, die die Übertrittsprüfungen in die nächste Klassenstufe nicht schaffen, landen sehr rasch auf der Strasse. Wie ihr Leben dann verläuft, muss hier nicht näher beschrieben werden.

 

Eine Selbsthilfe (Bilder nebenan)

Schüler einer 5. Primarklasse haben iner Ecke des Pausenhofes mit Hilfe ihrer Eltern einen kleinen "Friedenspark" gebaut, damit sie - geschützt vor aggressiven Oberstufnschülern - ihre Pause verbringen können.

 

Ein Angebot

Gibt es Wege und Mittel diesem tragischen Trend entgegen zu wirken? – das fragen sich Pädagogen, Sozialarbeiter, Schuldirektoren und Eltern. Aynimundo hat aus diesem Impuls heraus in Zusammenarbeit mit öffentlichen Schulen ein Förderprogramm mit dem Namen „aulas democraticas“ entwickelt. Dabei geht es darum, in Klassen, im normalen Unterricht, spezielle Umgangsformen und soziale Projekte einzubauen. Die beiden Förderlehrer von Aynimundo arbeiten derzeit damit in vier Schulen. Ganz neu seit diesem Jahr ist der Einsatz in der Primarschule „José Bernardo Alcedo“. Hier fanden im letzten Jahr erste freiwillige Malkurse statt, die den Kindern eine neue Welt eröffneten. Nicht das Malen an sich war das wichtigste, sondern das Vertrauen, das sich zu den Förderlehrern und Kunststudenten aufbaute und die Gespräche mit diesen anhand der Bilder. Unter dem Motto „meine innere Welt“ malten die Kinder ihre Ängste und Hoffnungen aufs Papier. Daraus ergaben sich wieder Gespräche und das Verhalten vieler "schwieriger Jungs“ verbesserte sich zusehends. Die Schuldirektorin war so beeindruckt von diesen Möglichkeiten, dass sie Aynimundo bat, im laufenden Jahr in allen 6 Klassen eine ähnliche Arbeit einzurichten. Diese findet zur Zeit tatsächlich statt.

 

Erstes Resultat

Der Werkraum der Schule „José Bernardo Alcedo“ wurde inzwischen renoviert. Eltern und Leherinnen haben tüchtig mitgeholfen beim Bau.

Bettina Groher